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descriptionFrau hält sich den Kopf
Quälende Kopfschmerzen ohne erkennbare Ursache – je nach Ausprägung handelt es sich um Migräne, Spannungskopfschmerzen oder Cluster-Kopfschmerzen.
descriptionVerschiedenes Gemüse
Ernährungsbedingte Krankheiten nehmen zu. Wer sich dagegen gesund ernährt, schafft die beste Voraussetzung für ein gesundes, langes Leben.
descriptionBlutdruckmessung
Tückisch: Zu hoher Blutdruck tut selten weh. Deshalb wird er oft nur zufällig entdeckt. Doch er ist Hauptrisikofaktor für Herzinfarkt und Schlaganfall.
descriptionHomöopathische Globuli
24 Salze sollen die meisten Krankheiten lindern. Sie sollen einen gestörten Mineralstoffhaushalt – die mögliche Ursache der Beschwerden – ausgleichen.
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Kopfschmerzen: Sind Schmerzmittel gefährlich?

Schmerzmittel – insbesondere Paracetamol – werden in der Öffentlichkeit oft als gefährlich eingeschätzt. Doch sind sie das wirklich? Nur, wenn sie falsch angewandt werden, sagen Experten. Wann Sie bei Kopfschmerzen welche Schmerzmittel einnehmen können und wie Sie sie richtig dosieren, darüber beraten wir Sie gerne bei uns in der Apotheke.

Oft wird in der Öffentlichkeit der Einsatz frei verkäuflicher Schmerzmittel als gefährlich eingeschätzt. Das führt in breiten Teilen der Bevölkerung und auch bei der Ärzteschaft regelmäßig zu Verunsicherung. Aber wie gefährlich sind Schmerzmittel wirklich?

Bei verantwortungsvollem Gebrauch besteht keine Gefahr
„Hält man sich an die Dosierangaben der Hersteller und vermeidet die häufige Einnahme, kann man unbesorgt sein. Eine Schädigung der Nieren, wie sie für die Vorläufersubstanz von Paracetamol – das nicht mehr erhältliche Phenacetin – bewiesen wurde, muss gemäß der Daten aus epidemiologischen Untersuchungen hier nicht befürchtet werden“, sagt PD Dr. Stefanie Förderreuther von der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG).  

Gefahr bestehe laut der Expertin tatsächlich nur, wenn man Paracetamol in weit höheren Dosierungen als empfohlen einnimmt: Zum Beispiel die Einnahme von sechs Gramm – das sind zwölf Tabletten zu 500 Milligramm an einem Tag – führt bei Erwachsenen zu schweren Leberschäden. Das ist schon seit vielen Jahren bekannt. Weniger bekannt ist jedoch, dass der Wirkstoff bei Kindern eine längere Halbwertszeit hat und daher bei wiederholter Einnahme schneller gefährlich werden kann. Deshalb ist bei Kindern besondere Vorsicht geboten.

Bei unsachgemäßer Anwendung können Schmerzen chronisch werden
Auch bei kritischer Bewertung der frei verkäuflichen Schmerzmittel ergeben sich zum heutigen Zeitpunkte keine neuen Gesichtspunkte, die die Empfehlungen für diese Mittel in der Selbstmedikation von Kopfschmerzen ändern würden. Generell sind diese Arzneimittel sicher. Allerdings bedeutet das nicht, dass sie völlig ungefährlich sind: Werden sie unsachgemäß angewandt, zu hoch dosiert sowie längerfristig und regelmäßig eingenommen, können auch hier unerwünschte Wirkungen eintreten – so können bestehenden Kopfschmerzen beispielsweise chronisch werden.

Paracetamol in der Schwangerschaft
Auch der Gebrauch von Paracetamol in der Schwangerschaft wurde in letzter Zeit hinterfragt. Epidemiologische Studien vermuteten ein mögliches Risiko für die Entwicklung von Asthma bronchiale, Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) und Hodenhochstand. Andere Studien ermittelten gerade für diese zum Teil häufigen Erkrankungen eine große Zahl anderer möglicher Risikofaktoren, sodass derzeit keine Zuordnung möglich ist. Das führte auch dazu, dass die europäischen Zulassungsbehörden keine Änderungen ihrer Empfehlungen vornahmen. Deshalb gilt Paracetamol auch weiterhin in allen Stadien einer Schwangerschaft als sichere Substanz.

Ibuprofen, ASS, Diclofenac: Nebenwirkungen bei anhaltender Einnahme
Eine andere Substanzgruppe, die oft zur Behandlung von Schmerzen eingesetzt wird, sind die Hemmstoffe der Cyclo-Oxygenase (beispielsweise Ibuprofen, Acetylsalicylsäure oder Diclofenac). Bei regelmäßiger und anhaltender Einnahme sind Nebenwirkungen bekannt: Beschwerden im oberen Gastro-Intestinal-Trakt (oberer Teil des Verdauungsapparates, also Magen und Dünndarm), die Beeinflussung der Thrombozytenfunktion, was zu einem erhöhten Blutungsrisiko führt, sowie die Erhöhung des Blutdrucks. Allerdings sind diese Nebenwirkungen von der Dosis abhängig und treten nur auf, wenn die Mittel langanhaltend eingenommen werden.

Kombipräparate: Einzelsubstanzen deutlich niedriger dosiert
Auch Mischpräparate wurden wiederholt mit Nebenwirkungen in Verbindung gebracht. Am häufigsten sind Kombinationen aus Acetylsalicylsäure (ASS), Paracetamol und Koffein. Oft wird bei Kombipräparaten ein erhöhtes Abhängigkeitsrisiko als Gefahr gesehen – außerdem der Umstand, dass mehrere Substanzen insgesamt auch mehr Nebenwirkungen erzeugen. Dabei ist gerade ein Vorteil der Mischpräparate, dass die Einzelsubstanzen darin in deutlich niedrigerer Dosierung enthalten sind, weshalb auch die dosisabhängigen Risiken der einzelnen Wirkstoffe niedriger anzusehen sind. In einer Tasse Kaffee sind beispielsweise höhere Koffeinmengen enthalten als in einer Tablette eines Kombinationspräparats. Darüber hinaus hat Koffein eine eigene schmerzlindernde Wirkung und möglicherweise sogar schützende Effekte gegen die Entwicklung von Diabetes mellitus und Morbus Parkinson.

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Informationen über den richtigen Gebrauch von Schmerzmitteln bei Kopfschmerzen erhalten Sie auch bei uns in der Apotheke. Wenn Sie auf Arzneimittel gegen Kopfschmerzen verzichten möchten, beraten wir Sie gerne auch über nicht-medikamentöse Maßnahmen zur Schmerzlinderung. Sprechen Sie uns einfach an!  

Quelle:
Pressemitteilung der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft: Frei verkäufliche Analgetika: Teufelszeug oder ungefährlich?

Frau hält Tablette
© Thinkstock
Richtig dosieren: Damit Schmerzmitteln ohne Nebenwirkungen bleiben, sollten sie nicht zu hoch dosiert oder dauerhaft eingenommen werden.